Die menschliche Haut als größtes Organ

17
Dez

Die menschliche Haut als größtes Organ

Unsere Haut ist nicht nur eine Hülle zur Außenwelt, sondern sie ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Sie besitzt eine komplexe Architektur, dient uns als wichtiges Kommunikationsmittel und hat zahlreiche, ganz präzise Aufgaben zu erfüllen. Mit einer Fläche von 1,6 bis 2 m² und einem Gewicht von bis zu 1/6 des Körpergewichtes ist sie das größte menschliche Organ. Ihre Dicke kann je nach Körperregion schwanken und liegt ohne das subkutane Fettgewebe zwischen 1,5 und 4 mm. Ein cm² Haut beherbergt je nach Lage auf der Körperoberfläche etwa 10 unterschiedliche Haare, 100 Schweiß- und 40 Talgdrüsen, unzählige Nerven, mehr als 200 Schmerzrezeptoren, 100 Druck- und 12 Wärmerezeptoren. Einen chemischen Schutz bildet der Säuremantel der Haut, mit einem PH–Wert von 5,4. In der Haut befinden sich zahlreiche Pigmentzellen, die den Teint charakterisieren. Sowohl die eher blass wirkenden Skandinavier als auch die dunklen bis schwarzen Afrikaner haben davon etwa die gleiche Anzahl. Die Farbe der Haut unterscheidet die menschlichen Rassen. Der variierende Gehalt an Melanin macht den Unterschied aus, denn die Melanozyten dunkelhäutiger Menschen, gleich welcher Rasse, produzieren mehr Melanin als diejenigen von hellheutigen Menschen. Dadurch wird bei Dunkelhäutigen UV-Licht besser absorbiert und ist das Leben in Zonen mit starker Sonneneinstrahlung leichter möglich.

Die Aufgaben der Haut

Als Flächen- und gleichzeitig Schichtenorgan erfüllt die Haut viele zum Teil lebensnotwendige Funktionen. Neben ihrer Stoffwechselfunktion in Form der Vitamin D Synthese oder auch des Fettstoffwechsels in der Subcutis, hat sie sensorische-, Austausch- und Schutzfunktionen zu erfüllen. Der Schutz bezieht sich hierbei hauptsächlich auf den mechanischen, chemischen und thermischen Bereich sowie auch gegen Sonnenstrahlen, Mikroben und Austrocknung bzw. zu viel Feuchtigkeit in der Hornschicht. Sie ist ständig einer Vielzahl belastender Einflüsse exogener und endogener Art ausgesetzt, bildet die Abgrenzung unseres Organismus zur Außenwelt, und ist auch gleichzeitig durch Blutgefäße und Nerven mit dem Körperinneren verbunden.

Darm, Lunge und Nieren werden durch die Haut in ihrer Ausscheidungsfunktion unterstützt. Außerdem trägt sie zur Regulation der Körpertemperatur bei, indem sie Schweiß absondert, wenn uns zu heiß wird, oder eine Gänsehaut erzeugt, wenn wir frösteln.

Gabriele Biedermann

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